Atelier Dagmar Roos, Königswinter
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Malerei

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Für mich ist Kunst zu machen die Möglichkeit, feste Strukturen aufzubrechen und in gewordene Abläufe einzugreifen mit der Absicht, sie mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln und Ausdrucks­möglichkeiten zu verändern. Letztlich geht es dabei immer auch um meine Bereitschaft zu persönlicher Veränderung und Entwicklung.

Die Gestaltung erlebe ich als einen fortwährenden, spannenden Entscheidungsprozess: ich bespanne meine Leinwand selbst oder ich nehme eine fertige. Ich wähle eine meiner Skizzen und lege danach mein Bild an. Dann entscheide ich mich für eine Technik, die im Laufe der Bildentstehung noch variiert werden kann. Oder ich bilde durch einige großzügige Pinsel- oder Spachtelbewegungen in die feuchte Grundierung einer Leinwand eine noch vage Idee heraus, die meistens Figuren, Landschaften oder abstrakte Formen beinhaltet. Oder ich lasse mich von verschiedenartigen Materialien (Acryl, Tusche, Kreide, Kohle auf unterschiedlichen Malgründen) "anmuten", ich spiele also damit.

Dieser erste Schritt ins Unbekannte ist leicht, aber aufregend, sozusagen die Vorfreude des Entdeckens, der erste Schritt auf einem neuen Weg. Auf diesen von Euphorie getragenen Beginn folgen die anstrengenden Schritte der Ausarbeitung des Bildes: die Komposition, Farbwahl und -mischung, Kontraste, die Perspektive, Rückgriffe auf Erfahrungen... Dies sind alles Entscheidungen, die den entstehenden Weg prägen.

Es ist ein höchst kommunikativer Prozess: Freude, Frust, Zufriedenheit, Zweifel lösen einander ab. Gibt es ein Zuwenig, ein Zuviel? Es gibt keinen Weg, er entsteht, indem ich weitere Schritte ins Unbekannte wage: Ich trete nah vor das Bild, entferne mich von ihm, übermale, wische, spüle ab, kratze, entferne, füge hinzu. Ich stelle es auf den Kopf, sehe, was ich vorher nicht gesehen habe. Zwischendurch mache ich immer wieder Skizzen als Fingerübungen, oft im Gehen, um mich nicht im Detail zu verlieren.

Irgendwann ist das Bild für mich stimmig. Ist es das? Ist es fertig? Und wieder muss ich mich entscheiden. Ich drehe das Bild um. Eine Auswahl der in diesem Prozess gemachten Erfahrungen wandert ins "Gepäck".

Und der nächste, der erste Schritt zu einem neuen Weg in das "große Unbekannte" will getan werden. Der Weg entsteht im Gehen.


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